Tête qui regarde, 1928
Blickender Kopf

Mit «Tête qui regarde» und den anderen scheibenförmigen Skulpturen (siehe GS 011, GS 012 und GS 169) gelingt Giacometti der erste, ganz eigenständige und neuartige Beitrag zur modernen Plastik. In der Reduktion des Gesichts auf ein waagrechtes und ein senkrechtes Element klingt noch Hodlers «Parallelismus» mit dessen symbolistischer Überhöhung der beiden Grundrichtungen nach.

Die körperlose, nur das Licht modulierende Membran begeisterte die Surrealisten um die Zeitschrift «Documents», in der 1929 der erste, grundlegende Artikel von Michel Leiris über Giacometti erschien. Die Surrealisten sahen hier eine Projektion aus der Welt der inneren Vorstellungen realisiert.

Material
Gips
Dimensionen
39,0 x 37,0 x 5,5 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, 1965
Inventarnummer
GS 010
Signatur
Bezeichnet am Sockel hinten: Alberto Giacometti 19.. (mit Pinsel), die beiden letzten Ziffern abgescheuert und mit Bleistift ergänzt: 27, gleichzeitig über die alte Signatur mit Bleistift ergänzt: Alberto Giacometti 1927
Weitere Angaben
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), frühestens ab 1965, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), Zürich, frühestens ab 1965, Übernahme
  • Alberto Giacometti-Syndikat, 1963, Kauf
  • Galerie Beyeler, Basel, 1963, Kauf
  • Sammlung G. David Thompson, Pittsburgh
  • Alberto Giacometti