Tête qui regarde, 1928
Blickender Kopf

Mit «Tête qui regarde» und den anderen scheibenförmigen Skulpturen gelingt Giacometti der erste, ganz eigenständige und neuartige Beitrag zur modernen Plastik (siehe GS 010, GS 011, GS 169). In der Reduktion des Gesichts auf ein waagrechtes und ein senkrechtes Element klingt noch Ferdinand Hodlers «Parallelismus» mit dessen symbolistischer Überhöhung der beiden Grundrichtungen nach. Die körperlose, nur das Licht modulierende Membran begeisterte die Surrealisten, die hier eine Projektion aus der Welt der inneren Vorstellungen entdeckten.

Material
Marmor
Dimensionen
41,0 x 37,0 x 8,0 cm
Creditline
Kunst Museum Winterthur, Depositum der Alberto Giacometti-Stiftung, 1976
Dieses Werk befindet sich als Dauerleihgabe im Kunst Museum Winterthur
Inventarnummer
GS 012
Signatur
Bezeichnet rückseitig am Sockelrand links: Alberto Giacometti
Weitere Angaben
Provenienz
  • Kunst Museum Winterthur, ab 1976, Dauerleihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), Zürich, 16.12.1965, Übernahme
  • Alberto Giacometti-Syndikat, Oktober 1963, Kauf
  • Galerie Beyeler, Kauf, 1963
  • Sammlung G. David Thompson, Pittsburgh, Kauf, 1956
  • Galerie Beyeler, Basel, Kauf
  • Galerie Maeght, Paris, Kauf
  • Alberto Giacometti