Spiralblock, um 1935/36

Die Zeichnungen dieses Skizzenblockes bilden ein wertvolles Zeugnis für Giacomettis erste Phase der Rückkehr zur Figuration 1935. Die drei Profilbildnisse der jung vermählten Schwester Ottilia (GS 233.01-03) zeigen eine unspezifisch realistische Darstellungsweise, derer sich Giacometti bei Porträts öfters bediente.

Einen zweiten Ausgangspunkt für die Suche nach einem neuen Stil bilden die Kopien nach ägyptischen Skulpturen im Louvre (GS 233.05: «Hockender Schreiber» sowie GS 233.06: «Pharao Amenemhet III., 12. Dynastie» (u. r.); «Sitzstatue des Pharao Chephren, 4. Dynastie, Kairo» (u. l.); «Fragment eines Kopfes desselben Kopfes gleichen Pharaos», 5. Dynastie). Die Kopfstudien, vielleicht nach Rita, zeigen das Bemühen, die kubistische Formanalyse mit dem neuen Paradigma in Einklang zu bringen (GS 233.05 verso-07).

Material
Bleistift
Dimensionen
27,0 x 21,0 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2000
Inventarnummer
GS 233.01-11
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
11 Blätter
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), ab 2000, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2000, Geschenk
  • Bruno und Odette Giacometti
  • Alberto Giacometti