Manuskript zu «Der Traum, die Sphinx und der Tod von T.», 1946

Bereits für die Zeitschriften der Surrealisten schrieb Giacometti kurze literarische Texte, zum Teil mit Vignetten oder als Typogramme, der wichtigste aber entstand 1946 für Albert Skiras «Labyrinthe». Träume, visionsartig überdeutliche Wahrnehmungen, der Tod des Nachbarn, der das traumatische Erlebnis des plötzlichen Sterbens eines Reisegefährten 1921 endlich beschreibbar macht, drängen zur Darstellung, doch jede zeitliche Abfolge irritiert Alberto. Vielmehr möchte er gleichzeitig die verschiedenen Episoden sehen und entwickelt räumliche Modelle, die dies ermöglichen sollen – charakteristisch für die Vorstellungsweise des bildenden Künstlers und zugleich literaturgeschichtlich bedeutsam im Vorfeld des «Nouveau Roman». Das Manuskript enthält etliche Skizzen und Varianten für diese Diagramme.

Material
Bleistift, Feder in Braun, Schwarz und Blau auf kariertem Papier
Dimensionen
22,0 x 17,5 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Dr. Peter Uhlmann, 2002
Inventarnummer
GS 245
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
Schreibheft, 94 Seiten gebunden
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), ab 2002, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2002, Geschenk
  • Dr. Peter Uhlmann, bis 2002
  • Verbleib unbekannt
  • Alberto Giacometti