Grande femme IV, 1960
Grosse Frau IV

Aufgrund technischer Notwendigkeiten mussten einige grössere Gipse Giacomettis zur Vorbereitung des Abgiessens in Bronze seinerzeit in der Giesserei in mehrere Teile zerteilt werden. Im Bestreben, die originale Substanz der Gipse nicht zu beeinträchtigen, werden die entsprechenden Werke aus dem Besitz der Alberto Giacometti-Stiftung heute in der Regel nicht wieder dauerhaft zusammengefügt.

Die «Grande femme IV» wurde direkt in Gips auf eine Eisenarmierung modelliert. Anschliessend wurde sie an wenigen Stellen mit schwarzen Pinselstrichen bemalt.

Ab 1964/65 diente der Gips als Vorlage für Bronzegüsse im Wachsausschmelzverfahren. In der Giesserei wurde das Werk zur Herstellung der Gelatineform im Hals-, Hüft- und Unter- schenkelbereich durchtrennt. Die Einzelteile wurden jeweils mit passgenauen Zapfenverbindungen versehen und mit gelbbraunen Isolierund Trennmittelschichten überzogen.

Material
Gips, stellenweise bemalt, mit Isolier- und Trennmittelschichten überzogen
Dimensionen
275,0 x 34,0 x 55,0 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2006
Inventarnummer
GS 357
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), ab 2006, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2006, Geschenk
  • Bruno und Odette Giacometti, Nachlass
  • Alberto Giacometti