Femme debout, um 1956
Stehende Frau

Aufgrund technischer Notwendigkeiten mussten einige grössere Gipse Giacomettis zur Vorbereitung des Abgiessens in Bronze seinerzeit in der Giesserei in mehrere Teile zerteilt werden. Im Bestreben, die originale Substanz der Gipse nicht zu beeinträchtigen, werden die entsprechenden Werke aus dem Besitz der Alberto Giacometti-Stiftung heute in der Regel nicht wieder dauerhaft zusammengefügt.

«Die Femme debout» wurde direkt in Gips auf eine Eisenarmierung modelliert. Anschliessend wurde sie von Giacometti stellenweise mit wenigen Pinselstrichen schwarz bemalt und oben rechts am Sockel signiert mit: Alberto Giacometti/1957.

Ab 1959 diente der Gips als Gussvorlage für Bronzegüsse mittels Wachsausschmelzverfahren. In der Giesserei wurde das Werk zur Herstellung der Gelatineform in Kniehöhe durchtrennt und mit gelbbraunen Isolier- und Trennmittelschichten überzogen.

Material
Gips, stellenweise bemalt, mit Isolier- und Trennmittelschichten überzogen
Dimensionen
134,7 x 21,4 x 36,5 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2006
Inventarnummer
GS 351
Signatur
Bezeichnet am Sockel oben rechts: Alberto Giacometti / 1957
Weitere Angaben
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), ab 2006, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2006, Geschenk
  • Bruno und Odette Giacometti, Nachlass
  • Alberto Giacometti