Femme debout no. 11, 1956
Stehende Frau Nr. 11

Aufgrund technischer Notwendigkeiten mussten einige grössere Gipse Giacomettis zur Vorbereitung des Abgiessens in Bronze seinerzeit in der Giesserei in mehrere Teile zerteilt werden. Im Bestreben, die originale Substanz der Gipse nicht zu beeinträchtigen, werden die entsprechenden Werke aus dem Besitz der Alberto Giacometti-Stiftung heute in der Regel nicht wieder dauerhaft zusammengefügt.

«Die Femme debout no. 11» entstand als Abguss vom Ursprungsmodell aus Ton mittels einer zweiteiligen Gipsnegativform (verlorene Form). Anschliessend wurde die Oberfläche von Alberto Giacometti durch An- und Abtrag von Gips stark überarbeitet und mit Bleistift auf der Standflächehinten rechts signiert mit: 1957/Alberto Giacometti.

Ab 1957 diente der Gips als Gussvorlage für Bronzegüsse; zunächst mittels Wachsausschmelzverfahren, später mittels Sandgussverfahren. In der Giesserei wurde das Werk zur Herstellung der Gelatineform mit gelbbraunen Isolier- und Trennmittelschichten überzogen.

Material
Gips, mit Isolier- und Trennmittelschichten überzogen
Dimensionen
72,7 x 24,0 x 18,1 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2006
Inventarnummer
GS 350
Signatur
Bezeichnet auf der Standfläche hinten rechts: 1957 / Alberto Giacometti
Weitere Angaben
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich (Museum), ab 2006, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2006, Geschenk
  • Bruno und Odette Giacometti, Nachlass
  • Alberto Giacometti