Skizzenblock, um 1925/1927

Dieser Skizzenblock dokumentiert Giacomettis Aufbruch zur Avantgarde-Kunst. Als Alternativen zum freien Künstlertum scheint in sorgfältig trockenen Aufrissen von konventionellen Monumenten kurz eine Zukunft als kunsthandwerklicher Grabstein-Bildhauer auf. Die Akte sind nun grossformatig stilisiert; wesentlich sorgfältiger ausgearbeitet sind die Studien nach mesopotamischen Rollsiegeln, nach Fernand Léger, Marcel Gromaire, Pablo Picassos grosser Figur aus dem Umkreis der «Demoiselles dʼAvignon» sowie nach Michelangelos «Pietà» aus dem florentiner Dom.

Bemerkenswerterweise führen diese Studien zu Entwürfen für abstrakte, organisch-postkubistische Skulpturen. Unerwartet steht eine Kopie nach einer präkolumbianischen Figur am Anfang von Skizzen, aus denen sich die «Femme cuillère» entwickelt (siehe GS 004).

Material
Bleistift; Feder in Tusche: 35, 38v, 44v, 45, über Bleistift: 40v, 42.
Dimensionen
26,5 x 20,7 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2000
Inventarnummer
GS 231
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
59 Blätter; fol. 22 lose
Provenienz