Grande femme I, 1960
Grosse Frau I

Aufgrund technischer Notwendigkeiten mussten einige grössere Gipse Giacomettis zur Vorbereitung des Abgiessens in Bronze seinerzeit in der Giesserei in mehrere Teile zerteilt werden. Im Bestreben, die originale Substanz der Gipse nicht zu beeinträchtigen, werden die entsprechenden Werke aus dem Besitz der Alberto Giacometti-Stiftung heute in der Regel nicht wieder dauerhaft zusammengefügt.

Die «Grande femme I» wurde direkt in Gips auf eine Eisenarmierung modelliert. Ab 1960 diente der Gips als Gussvorlage für Bronzegüsse im Wachsausschmelzverfahren. In der Giesserei wurde das Werk zur Herstellung der Gelatineform im Hals-, Hüft-, Oberschenkel- und Kniebereich durchtrennt. Für spätere Gussphasen wurde der ehemals zerteilte Hüftbereich wieder zusammengefügt.

Die Einzelteile wurden jeweils mit passgenauen Zapfenverbindungen versehen und mit gelbbraunen Isolier- und Trennmittelschichten überzogen.

Material
Gips, mit Isolier- und Trennmittelschichten überzogen
Dimensionen
267,0 x 34,2 x 54,0 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2006
Inventarnummer
GS 355
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
Provenienz
  • Zürcher Kunstgesellschaft | Kunsthaus Zürich, ab 2006, Leihgabe
  • Alberto Giacometti-Stiftung (Sammlung), 2006, Geschenk
  • Bruno und Odette Giacometti, Nachlass
  • Alberto Giacometti