Skizzenbuch, um 1922

Ein kleines Skizzenbuch aus der ersten Zeit in Paris schliesst im Charakter an die Hefte aus Genf an: flüchtige Akte, Szenen in Cabarets, Kopfstudien, darunter Selbstbildnisse. Die Fortschritte erscheinen gering und lassen die anhaltenden Schwierigkeiten erkennen – kaum denkbar, dass die bekannten, meisterhaften analytischen Aktzeichnungen bereits in dieser Zeit einsetzten.

Giacometti arbeitet an den in Italien begonnenen Szenen aus der griechischen Mythologie und dem alten Testament weiter. Mehrere Seiten füllen schematische Monumentalarchitekturen mit winzigen Menschen; auf einem megalomanen Turmhaus ist eine Schlacht entbrannt: offensichtlich die Folgen der babylonischen Sprachverwirrung.

Material
Kreide, vereinzelt Bleistift; zusätzlich ocker: 40v; Ganzleinen, naturfarben, mit rotem gezeichnetem Dekor (vorn senkrechte Zackenlinien, hinten gekastelt)
Dimensionen
11,6 x 17,2 cm
Creditline
Kunsthaus Zürich, Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk Bruno und Odette Giacometti, 2000
Inventarnummer
GS 229
Signatur
Nicht bezeichnet
Weitere Angaben
39 Blätter
Provenienz